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Schnittstelle VSGYM: Kaspar Vogel im Gespräch

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Die Mittelschule ist die Schule in der Mitte. Oben garantiert sie den prüfungsfreien Zugang zu den Hochschulen, unten nimmt sie der Volksschule die besten Schülerinnen und Schüler ab. Was bedeutet dies für die Sekundarschule? Welche Rolle spielt sie bei diesem Übergang? Und wie soll sie künftig gestaltet sein? Ein Gespräch mit Kaspar Vogel, Sekundarlehrer in Winterthur und Vizepräsident des Lehrerverbands SekZH.


Schnittstelle VSGYM: Kaspar Vogel im Gespräch

Er kommt aus Marthalen, hat lange Jahre in Zürich verbracht, aber angekommen ist er in Winterthur. Wer Kaspar Vogel im „schönsten Schulzimmer des Kantons“ gegenübersitzt, erlebt einen engagierten Menschen, der mit Leib und Seele Lehrer – pardon: Seklehrer – ist und alles für seine Klasse tun würde. Dazu gehört auch, dass er sich für faire Bedingungen beim Übergang von der Sek ins Gymi einsetzt und die Position der Sekundarschule in der Strategiegruppe von VSGYM vertritt.

Kaspar Vogel, sagen Sie uns ein paar Worte zu VSGYM.
Das Projekt VSGYM steht in der Tradition von HSGYM und ist sozusagen sein kleiner Bruder. HSGYM denkt über den Übertritt von der Mittelschule an die Hochschulen nach. VSGYM sucht nach konkreten Lösungen an der Schnittstelle mit der Volksschule: Wie wollen wir den Übertritt regeln? Wie können wir die Lehrpläne aufeinander abstimmen? Und wer soll überhaupt ins Gymnasium? .

Also ist auch VSGYM eine klassische Dialogplattfom?
Auf jeden Fall. Lösungen finden wir nur, wenn wir miteinander reden. Das Wichtigste dabei ist, dass wir uns mit Respekt und auf Augenhöhe begegnen. Wenn wir wirklich etwas erreichen wollen, müssen wir das grosse Ganze betrachten. Es braucht Kompromisse von beiden Seiten, um sich anzunähern. Nur die eigenen Interessen zu sehen, bringt gar nichts.  

Vor kurzem hat VSGYM den „Fokus Übergang“ ins Leben gerufen.
Diese Initiative zeigt ja gerade, dass wir alle bereit sind für Veränderungen. Wir wissen aber auch, wie schwierig das sein kann. Mit „Fokus Übergang“ ist der Anfang jedenfalls getan. Ich bin sicher, dass wir damit auf gutem Weg sind.

Was bezweckt „Fokus Übergang“?
Unser Ziel ist es, die Schnittstellen zwischen der Volksschule und dem Gymnasium genau zu analysieren – mit dem Ziel, den Schülerinnen und Schülern eine faire Chance im Übertritt an die Mittelschulen zu bieten. Konkret beschäftigen wir uns dabei mit den Fächern Deutsch, Französisch, Englisch, Mathematik, Geografie, Geschichte und dem Fachbereich Natur & Technik.


Wie ist das Projekt organisiert?
Die Schaltstelle nennt sich VSGYM Strategie. In diesem rund 20-köpfigen Gremium sind beide Schulstufen, das Mittelschul- und Berufsbildungsamt und alle wichtigen Verbände vertreten. Hier laufen alle Fäden zusammen. Der Dialog an der Schnittstelle fand auf zwei Ebenen statt: Im Fachdialog haben je zwei Lehrpersonen der beiden Schulstufen die Schnittstellenproblematik in ihren Fächern analysiert und entsprechende Massnahmen und Lösungsvorschläge erarbeitet. Anschliessend wurden die Vorschläge des Fachdialogs im Regionaldialog, der an verschiedenen Schulen im Kanton stattfand, diskutiert und weiterentwickelt.  

Liegen bereits erste Ergebnisse vor?
Der Regionaldialog fand in der ersten Aprilhälfte statt. Mitgemacht haben rund 100 von 5000 Lehrkräften. Sie alle konnten die Entwürfe des Fachdialogs kommentieren und ihre Ideen einbringen. Jetzt geht es darum, die Vorschläge zu konkretisieren.

Welche Themen standen im Mittelpunkt?
Ein ganz grosses Anliegen war für alle Beteiligten das Übertrittsverfahren, denn mit dem heutigen Reglement sind eigentlich alle unglücklich. Ich habe nie verstanden, warum nur die Prüfungsnote zählt und die Vornoten keine Rolle spielen. Das öffnet nicht nur dem Zufall Tür und Tor – auch die Leistung der Volksschule wird völlig ausgeblendet. Im neuen Reglement, das vom Bildungsrat einstimmig angenommen wurde, zählen die Vornoten wieder und machen 50 % der Gesamtnote aus.

„Das künftige Übertrittsverfahren
wertet unsere Arbeit auf.“


Erhöht das die Chance, die Prüfung zu bestehen?
Die neue Regelung hat nichts mit Quote zu tun. Aber sie ist viel präziser, weil sie berücksichtigt, was eine Schülerin in der Volksschule geleistet hat und wie es um die Sozialkompetenz eines Schülers steht. Diese wird genauso bewertet wie die Fächer Deutsch, Französisch, Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften. Die Summe davon ergibt ein aussagekräftiges Bild, das der Realität viel besser gerecht wird als eine blosse Prüfungsnote.

Viele werden dies begrüssen, einige aber auch daran scheitern.
Es geht nicht darum, irgendwelche Chancen zu erhöhen oder jemandem Vorteile zu verschaffen. Es geht vielmehr um Genauigkeit und Fairness. Zum einen respektiert das neue Verfahren die Leistungen der Volksschule und legt wieder mehr Wert auf ihre Bewertungen. Und zum anderen wird es dafür sorgen, dass die Gymiprüfung wieder zu dem wird, was sie eigentlich sein sollte: ein verlässliches Entscheidungskriterium.

Was geschieht mit der Gymiquote? Geht sie rauf oder runter?
Das wird sich weisen. Vorsichtig gesagt, ist die Gymiquote ja ohnehin ein Pulverfass. Es gibt Experten, die eine deutliche Erhöhung fordern. Und dann gibt es Praktiker wie mich, die nur den Kopf schütteln, wenn sie von solchen Ideen hören.

Was ist daran so falsch?
Es ist unbestritten, dass jede Erhöhung der Gymi- oder Maturitätsquote die Qualität verwässert. Die Menschen werden nicht schlauer, nur weil sie eine höhere Schule besuchen. Klar müssen die Besten in der Schule nach Kräften gefördert werden. Viele unserer Schülerinnen und Schüler sind mit einer Berufslehre aber besser bedient. Die Quote im Untergymnasium liegt heute bei gut 13 %. Ich könnte mit einer Reduktion auf  8 % sehr gut leben.

Das klingt radikal.
Das Untergymnasium bedient dieselbe Altersstufe wie die Sekundarschule und steht damit in Konkurrenz zu ihr. Grundsätzlich ist das völlig in Ordnung. Heute ist es aber leider so, dass viele Eltern ihre Kinder unbedingt ins Gymnasium bringen wollen – koste es, was es wolle. Dies widerspricht nicht nur der Idee einer Volksschule, in der alle die gleichen Chancen haben, sondern schwächt letztlich auch die Sekundarschule selbst. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Und VSGYM soll diese Schnittstelle zusammennähen?
Ich hoffe es – auch wenn es einen starken Faden braucht. Mir ist klar, dass Volksschule und Gymnasium zwei unabhängige Player im Bildungswesen sind und nur am Rande miteinander zu tun haben. Aber dieser Rand ist wichtig, wenn wir unseren Jugendlichen den Übertritt von der einen in die andere Stufe erleichtern wollen.

Wo sehen Sie den grössten Handlungsbedarf?
In der Koordination der Lehrpläne. Denn nur wenn die eine Hand weiss, was die andere tut, haben Schülerinnen und Schüler aus der Sek eine faire Chance im Gymnasium. In der Mathematik heisst dies konkret, dass das Gymnasium die Mengenlehre nicht voraussetzen kann, wenn sie an der Sekundarschule nicht mehr unterrichtet wird. Beispiele wie dieses gäbe es viele. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass wir solche Hürden aus dem Weg räumen und der Übertritt möglichst gut funktioniert. Das braucht Kompromissbereitschaft von beiden Seiten.  

Sind die Unterschiede zwischen Volksschule und Gymnasium denn so gross?
Ja, und zwar nicht nur auf der Ebene der Lehrpläne, sondern auch kulturell. Ich bin ein überzeugter Sekundarlehrer und möchte mit niemandem tauschen. Besonders schätze ich die enge persönliche Beziehung zu meiner Klasse. Ich unterrichte sie in allen Fächern und bin ständig mit ihr zusammen. Das würde mir im Fachunterricht am Gymnasium fehlen. Aber natürlich braucht es auch das: das Vermitteln von Bildung auf hohem Niveau als Grundlage für ein späteres Studium. Nicht alle müssen diesen Weg einschlagen. Aber wenn sie es tun, sollten Sie wenigstens intakte Chancen haben.


Erfolg haben kann VSGYM
nur, wenn wir uns alle auf
Augenhöhe begegnen
."

Gegenseitiges Verständnis als Basis von VSGYM?
Auf jeden Fall. Wir können die Probleme an der Schnittstelle nur lösen, wenn wir uns Partikularinteressen verabschieden und konstruktiv nach Lösungen suchen, die für alle Beteiligten eine Verbesserung mit sich bringen. Für die Gymnasien, für die Volksschule, vor allem aber für die Schülerinnen und Schüler, die eine faire Chance auf ihrem weiteren Bildungsweg verdienen. Dies setzt voraus, dass wir uns auf Augenhöhe begegnen und Lösungen erarbeiten, die uns wirklich weiterbringen.

Kaspar Vogel, herzlichen Dank für dieses Gespräch.

Fokus HSGYM- Thomas Schmidt im Gespräch

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Vor 10 Jahren war Kick-off für eines der ambitioniertesten und wichtigsten Projekte der Zürcher Mittelschulen in diesem Jahrhundert: HSGYM – Zürcher Dialog an der Schnittstelle. Was hat sich seither verändert im Zusammenleben von Mittelschulen und Hochschulen? Haben sich die „entfremdeten Schwestern“ gefunden? Ein Gespräch mit HSGYM-Koordinator Thomas Schmidt.


Fokus HSGYM: Thomas Schmidt im Gespräch

Vor 10 Jahren war Kick-off für eines der ambitioniertesten und wichtigsten Projekte der Zürcher Mittelschulen in diesem Jahrhundert: HSGYM – Zürcher Dialog an der Schnittstelle. Was hat sich seither verändert im Zusammenleben von Mittelschulen und Hochschulen? Haben sich die „entfremdeten Schwestern“ gefunden? Ein Gespräch mit HSGYM-Koordinator Thomas Schmidt.

Der Dialog findet statt
Er hat keine Zeit, aber er nimmt sie sich. So viele Projekte, so viel Arbeit. Besonders intensiv: die Koordination von HSGYM. Doch auch diese Aufgabe scheint Thomas Schmidt nichts anzuhaben. Er ist der Mann, der die Fäden zusammenhält und mit leisem Lächeln über den immensen Aufwand hinwegsieht, den er betreibt. Wie denkt er? Was beschäftigt ihn? Impuls Mittelschule hat ihn getroffen.

Thomas Schmidt, erklären Sie uns HSGYM.
Das Projekt HSGYM wurde in eine Zeit des Wandels hineingeboren. Die Diskussion, ob die Mittelschulen ihren  Auftrag als Zulieferer der Hochschulen erfüllen, gab es schon immer. Aber zu Beginn des neuen Jahrhunderts wurden Zeit und Geld bei uns an den Mittelschulen plötzlich Mangelware: Die Schulzeit wurde um ein ganzes Semester gekürzt, und auch die regelmässigen Sparrunden des Kantons hinterliessen ihre Spuren. Da war die Frage, ob die Mittelschulen ihrer Aufgabe noch gewachsen sind, durchaus berechtigt.

Zugespitzt formuliert ist HSGYM also die Folge einer Mangelerscheinung?
Wenn man unbedingt zuspitzen will, dann ja. Damals ging es in erster Linie darum,  gemeinsam mit den Hochschulen auszuloten, wie hoch die Messlatte lag und ob die Mittelschule überhaupt noch in der Lage sein würden, sie zu überspringen. Dass sich daraus ein so intensiver und längst institutionalisierter Dialog entwickeln würde, war natürlich ein höchst willkommener Nebeneffekt, der uns heute stark macht.

Was bedeutet eigentlich „Schnittstelle“? Spricht man heute nicht von „Nahtstelle“?
Durchaus. Aber für mich ist der Begriff „Schnittstelle“ wesentlich schärfer und klarer. Wir müssen uns bewusst sein, dass die Abstufung „Volksschule – Mittelschule – Hochschule“ kulturell bedingt ist. Organisch betrachtet sind Schule und Bildung ein Kontinuum, das mit dem lebenslangen Lernen eine eingängige Formel gefunden hat. Meine Meinung dazu ist, dass wir eine Schnittstelle bearbeiten, die wir möglichst geschickt zusammennähen müssen.

Gehen wir zurück zu den Wurzeln. Wie ist HSGYM strukturiert?
Gestartet ist HSGYM als Bottom-Up-Projekt. Es war nie eine hierarchisch strukturierte Institution, wie wir das von anderen Kantonen kennen, sondern vielmehr ein offenes Gefäss für die vielen verschiedenen Fachkonferenzen mit ihren ganz unterschiedlichen Wünschen, Forderungen und Ansprüchen. Die neuen Ideen, die Initiativen kamen also immer von unten und wurden breit diskutiert.


„Der Dialog an der Basis
macht die eigentliche Stärke
von HSGYM aus."


Ist das heute nicht mehr so?

Der Dialog an der Basis, in den Fachkonferenzen, ist natürlich geblieben und macht die eigentliche Stärke von HSGYM aus. Mit der Zeit wurde aber auch deutlich, dass es sinnvoll ist, die vielfältigen Aktivitäten im Rahmen von HSGYM in irgendeiner Form zu bündeln und unter ein gemeinsames Dach zu stellen. Mit der sogenannten Herbsttagung wurde 2012 ein solches Dach gebaut.

Was heisst das konkret?  
Die Herbsttagung hat vor kurzem bereits zum fünften Mal stattgefunden. Sie stand dieses Jahr unter dem Thema „Bildung vs. Ausbildung“ und brachte alle Beteiligten an einen Tisch beziehungsweise in die Aula der Kantonsschule Enge. Gut 300 Teilnehmende lauschten den Worten von Bildungsdirektorin Silvia Steiner und den Analysen von Michael Hengartner, Rektor UZH, Andreas Vaterlaus, Prorektor ETHZ, Thomas Meier, Rektor ZHdK und ZFH, und Konrad Zollinger, Rektor KS Hohe Promenade. Danach war die Bühne frei für das Podium „Knowledge vs. Skills“, moderiert von Esther Girsberger.  

Das klingt jetzt nicht so, als würde die Welt deswegen aus den Fugen geraten.  
Muss sie auch nicht. Was zählt, ist die Wertschätzung für die geleistete Arbeit und den persönlichen Einsatz aller. Ein Anlass, der die Spitzen der Mittelschulen und vor allem auch der Hochschulen zusammenbringt, zeugt von Respekt und Anerkennung und ist Ausdruck der Bedeutung, die HSGYM heute zweifellos hat.

Ein Wort noch zu den Fachkonferenzen. Was wird da überhaupt diskutiert?
HSGYM ist ein offenes Forum und soll es auch bleiben. Niemand schreibt vor, was in welcher Fachkonferenz diskutiert werden soll. Das Spannende daran ist, wie vielfältig die diskutierten Themen tatsächlich sind. Ein paar Beispiele: Die FK Bildnerisches Gestalten denkt über gemeinsame Projekte mit der ZHdK nach, die FK Französisch hinterfragt ihren Stellenwert in der Deutschschweizer Bildungslandschaft, für die Alten Sprachen steht die Frage nach dem „Wie weiter?“ im Mittelpunkt, und die FK Mathematik macht sich Gedanken zur Tauglichkeit eines Lehrmittels und zu den Basalen fachlichen Studierkompetenzen.. Diese Vielfalt, die so unterschiedlich daherkommt, aber dennoch zielführend ist, überzeugt mich.  

„Ziel von HSGYM ist es, den
prüfungsfreien Zugang zu den
Hochschulen sicherzustellen.“


Stichwort „zielführend“: Welche Ziele verfolgt HSGYM?

Im Mittelpunkt stand und steht die Qualitätssicherung. Dies ist aus den erwähnten Gründen alles andere als einfach, aber der Anspruch bleibt unverändert. Qualität ist übrigens kein Selbstzweck, sondern ein Muss, wenn wir bedenken, was auf dem Spiel steht. Das ist nichts anderes als der prüfungsfreie Zugang zu den Hochschulen, der im internationalen Vergleich seinesgleichen sucht und den kantonalen Mittelschulen auch national eine Sonderposition einräumt.

Sie sind seit 2013 Koordinator bei HSGYM. Worin besteht ihre Arbeit?
Ich bin weder Trendsetter noch Visionär, sondern Pragmatiker. Meine Aufgabe besteht darin, das Schiff zusammenzuhalten und die Segel richtig zu setzen, damit es bei Wind Fahrt aufnehmen kann. Bei Windstille kann es je nach Fach aber auch gut sein, inne zu halten und eine Weile zu ruhen.

Wie meinen Sie das?
HSGYM hat einen rasanten Start hingelegt. Es wurden Ideen entwickelt, Diskussionen geführt, Pläne geschmiedet und Strukturen geschaffen. Dann kam der Aufbau der Fachkonferenzen und mit ihm die Frage der personellen Ressourcen, und schliesslich wurde das erwähnte Dach gebaut, das HSGYM Struktur und Sicherheit verlieh. Jetzt ist die Phase der Konsolidierung oder, wie wir es nennen, der Verstetigung im Gang. Es braucht manchmal einfach Zeit, um durchzuatmen und das Tempo etwas zu drosseln. Das klingt nicht besonders spektakulär, kann aber sehr inspirierend sein.

Das heisst, die Arbeit ruht?
Schön wär’s. Aber ich kann Ihnen mit gutem Gewissen versichern: Die Arbeit bleibt. Ich bin ständig damit beschäftigt, die Listen der Teilnehmenden in den einzelnen Fachkonferenzen zu aktualisieren, stehe in ständigem Kontakt mit Vertreterinnen und Vertretern der verschiedensten Bildungsinstitutionen und politischen Gremien, schreibe Hunderte von Mails und netzwerke im Hintergrund. Das geht nicht einfach so nebenbei.

Die Frage zum Schluss: Wie geht es weiter mit HSGYM?
HSGYM ist ein lebendiger Organismus und wird es immer bleiben. Was zählt, ist der Dialog auf allen Ebenen: in den Fachkonferenzen, zwischen den Stufen, zu allen möglichen Themen. Dabei stehen wichtige Fragen im Raum: Wie können wir die Hochschulreife und Studierfähigkeit aufrechterhalten? Wie gehen wir mit der Digitalisierung um? Was bedeutet Big Data? Und vielleicht noch wichtiger: "Wie beeinflusst der Verlust von Zeit - bedingt durch die neue mediale Welt und die Verkürzung der Mittelschuldauer - unser Leben, Lesen und Lernen? Diese Fragen überhaupt stellen zu können, stellt an sich schon einen grossen Wert dar.  

Thomas Schmidt, herzlichen Dank.