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Erste VSGYM-Tagung: Ergebnisse des Dialogs an der Schnittstelle

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Der Übergang von den Sekundarschulen an die Gymnasien ist Gegenstand von Diskussionen. Wie gut sind die Schülerinnen und Schüler vorbereitet? Welche Probleme werden in der Probezeit sichtbar? Das Projekt VSGYM / Volksschule – Gymnasium nimmt sich diesen Fragen an und fördert den Austausch zwischen Lehrpersonen und Schulleitungen der Zürcher Sekundarschulen und Gymnasien mit dem Ziel, den Übergang für die Schülerinnen und Schüler zu optimieren. Nun liegt eine Publikation mit Analysen und Vorschlägen für Massnahmen vor. Die Ergebnisse und weiteren Schritte wurden an einer Tagung an der Kantonsschule Stadelhofen in Zürich diskutiert.

In den vergangenen zwei Jahren widmeten sich Lehrpersonen, Schulleiterinnen und Schulleiter und
Vertretungen von Verbänden und Ämtern beider Schulstufen der Frage, wie der Übergang zwischen
Volksschule und Gymnasium zugunsten der Schülerinnen und Schüler verbessert werden kann. Der
Weg führte über einen intensiven Dialog: In sieben Fachbereichen setzten sich die Lehrpersonen aus Sekundarschulen und Gymnasien mit Brennpunkten auseinander, verglichen Lehrpläne und
Lehrmittel, tauschten sich zum Unterricht aus und erarbeiteten Vorschläge für Massnahmen zur
Optimierung des Übergangs auf beiden Seiten der Schnittstelle. Anschliessend wurden im Rahmen
eines breit abgestützten Regionaldialoges Rückmeldungen aus den Schulen zu den Ergebnissen der
Fachgruppen eingeholt. Am 15. November 2017 fand an der Kantonsschule Stadelhofen in Zürich eine VSGYM-Tagung statt, an der die Publikation mit den Ergebnissen des Dialoges vorgestellt wurde. Rund 200 Lehrpersonen aus den beiden Schulstufen und Vertreterinnen und Vertreter von Behörden und Verbänden diskutierten im Beisein von Bildungsdirektorin Silvia Steiner über die weiteren Schritte und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Überganges für die Schülerinnen und Schüler.


Wie funktioniert Politik?

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Wer es zu etwas bringen will, muss früh damit beginnen. Das gilt für die Bildung genauso
wie die Politik. Um das Demokratieverständnis der Mittelschülerinnen und Mittelschüler zu
fördern, hat sich der Zürcher Kantonsrat etwas Besonderes einfallen lassen. Seit kurzem bietet er den Jugendlichen Einblick in die politische Arbeit und ermöglicht es ihnen, die entsprechenden Werkzeuge live mitzuerleben.

Brückenangebot des Kantonsrates
Dank einer Initiative des Zürcher Kantonsrats erhalten Mittelschülerinnen und Mittelschüler Gelegenheit, sich mit der Politik vertraut zu machen und das eigene Bewusstsein für die politische Diskussion und Entscheidungsfindung zu schärfen. Mit dem Projekt „Kantonsrat in den Schulen – Schulen im Kantonsrat“ bauen die Parlamentsdienste des Kantonsrates die bereits bestehenden Dienstleistungen an die Mittelschulen weiter aus. In der Hoffnung, dass die neuen Brückenangebote zwischen Unterricht und Kantonsrat rege genutzt werden.

Kantonsrat in den Schulen
Konkret geplant ist der Aufbau einer Kontakt- und Informationsdrehscheibe zwischen Schulen und Kantonsrat. Wer ein politisches Podium an der eigenen Schule organisieren will, aber nicht weiss, wie er den Dialog zwischen Schulklasse und Ratsmitgliedern in Gang bringt, erhält von berufener Seite Unterstützung. Die Parlamentsdienste helfen nicht nur bei der Suche nach geeigneten Ratsmitgliedern, sondern stellen auch Informationen zur Verfügung und sind im Einzelfall auch bereit, sich aktiv an der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einer Veranstaltung zu beteiligen.

Schulen im Kantonsrat
„Politik hautnah“ ist das Motto, wenn die Jugend ins Rathaus einzieht. Neu auf dem Programm stehen vielleicht schon bald ein- oder mehrtägige Workshops im Rathaus, in denen die Schülerinnen und Schüler selbst in die Rolle eines Parlamentariers, einer Medienschaffenden oder eines Lobbyisten schlüpfen und ein Geschäft von A bis Z durchberaten.

Der Pilot hebt ab
Sobald das Interesse an den geplanten Massnahmen überprüft ist, geht das Projekt in die Pilotphase. Dann wird über die definitive Einführung entschieden. Detaillierte Informationen dazu erteilen die Parlamentsdienste:

Herr Christian Gyger
christian.gyger(at)pd.zh.ch